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FAQ

Fragen und Antworten aus unserer Beratungspraxis

Unbezahlter Pflegeurlaub

Heike G.:  Mein Vater hat vor einer Woche einen Gehirnschlag mit Halbseitiger Lähmung bekommen. Er liegt nun auf einer Stroke-Unit-Station und der Arzt meint, dass er mit seinen 85 Jahre in Zukunft nicht mehr alleine wird leben können. Ich bin gelernte Altenpflegerin und wir haben auch die räumlichen Möglichkeiten. Deshalb möchte ich meinen Vater zu uns nehmen. Nun meine Frage. Was mache ich wenn mein Arbeitgeber mir keinen unbezahlten Urlaub gibt? Gibt es da Möglichkeiten? Fristen ?
Antwort:  Es ist schön, dass Sie die Pflege Ihres Vaters übernehmen wollen. Bis vor kurzem hätten Sie keinen rechtlichen Anspruch auf eine Freistellung gehabt. (Einige Tarifverträge sehen so etwas allerdings vor.) Seit dem 01.07.2008 existiert ein Rechtsanspruch auf unbezahlte Freistellung für bis zu 6 Monaten - jedoch nur bei Betrieben mit mehr als 15 Beschäftigten. Haben sie auch daran gedacht, dass Sie sich die Pflege durch die Einschaltung professioneller Hilfen erleichtern können?

Ernährung im Alter: Wie wichtig sind Zwischenmahlzeiten?

Elisabeth H.: Ich versuche meine Mutter (77 Jahre) davon zu überzeugen, sich gesünder zu ernähren. Worauf sollte Sie achten ?
Antwort:  Das Essen und Trinken sollte den Bedürfnissen des Alters Rechnung tragen. Senioren brauchen weniger Energie als junge Menschen, jedoch die selbe Menge an Vitaminen und Nährstoffen. Ältere Menschen profitieren außerdem von 5 - 6 kleineren Mahlzeiten, die sie nach ihrem persönlichen Bedarf verteilen können. Kleine Essensportionen im 3 – 4 Stunden-Rhythmus belasten weniger die Verdauungsorgane und stabilisieren Stoffwechsel und Kreislauf. Die Zwischenmahlzeiten unterscheiden sich in der Zusammensetzung nicht von denen jüngerer Menschen, die Menge ist nur individuell unterschiedlich. Empfehlenswert sind zum Beispiel: ein Joghurt mit frischen Früchten der Saison, ein Knäckebrot mit Kräuterquark, eine halbe Vollkornschnitte (fein vermahlen) mit Käse und Obst, eine Fruchtmilch oder Buttermilch bzw. ein Stück
Hefe-Obstkuchen am Nachmittag. Besonders wichtig ist in diesem Lebensabschnitt das Trinken. Das Durstempfinden nimmt bei vielen Älteren ab. Daher gilt. Zu jeder Mahlzeit und zusätzlich zwischendurch ein Glas trinken, vorrangig Mineralwasser, Saftschorlen oder Kräuter- und Früchtetees. Gesundheitlichen Beschwerden können die Freude am essen und die ausreichende Nähr-stoffzufuhr stark beeinträchtigen. Bei Kau- und Schluckbeschwerden werden weiche bis flüssige Speisen bevorzugt, stärker gewürzte Gericht empfehlen sich beim Nachlassen des Geruchs- und Geschmackempfindens. Die Verdauung kann man mit leicht verdaulichen Speisen entlasten.

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